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3rd Heidelberg Myeloma Workshop 2011

Current status and developments in diagnosis and therapy of Multiple Myeloma

Universitätsklinikum Heidelberg
07.-08. Mai 2011

Die Vorträge des Symposiums können - soweit von den Referenten freigegeben - in dieser Publikation angesehen und im Originalton gehört werden (siehe auch Vorwort des ONKODIN-Herausgebers).

Vorwort der wissenschaftlichen Leitung

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns sehr, Sie zum 3rd Heidelberg Myeloma Workshop begrüßen zu dürfen. Dieser setzt die Reihe von Veranstaltungen zu neuen Entwicklungen zur Diagnostik und verbesserten Therapiestrategien beim Multiplen Myelom fort.

Myelompatienten profitieren von vielfältigen grundlegenden Neuerungen in Diagnostik und Therapie der letzten Jahre. Dadurch ist ihre Lebenserwartung gestiegen und ihre Lebensqualität besser geworden. Das Ziel der Heilung rückt näher. Der Stellenwert und Einfluss molekularer und bildgebender Verfahren auf Diagnose, Prognose und Behandlung des Multiplen Myeloms nimmt weiter zu. Es ist möglich, molekulare Muster der Krankheit zu erkennen. Durch ein verbessertes Verständnis der Tumorbiologie und durch neueste Erkenntnisse zur Interaktion von Myelomzellen mit der Knochenmark-Mikroumgebung wird es möglich werden, den "Teufelskreis" aus Tumorprogredienz und pathologischem Knochenumbau zu durchbrechen. Hohe Ansprechraten durch die Kombination aus "neuen Substanzen" und autologer Blutstammzelltransplantation bei der Therapie des Multiplen Myeloms führen zu Verbesserungen sowohl des progressionsfreien als auch des Gesamtüberlebens. Insbesondere der längerfristige Einsatz von Konsolidierungs- und Erhaltungstherapien ermöglicht nicht selten Überlebenszeiten von über zehn Jahren. Nachfolger der "neuen Substanzen" versprechen eine weitere Verbesserung der Therapie von Patienten, welche bereits alle bisher zugelassenen Medikamente im Therapiezeitraum erhalten haben. Für Höchstrisikopatienten stellt die allogene Transplantation eine wichtige Behandlungsoption dar.

Nur durch kontinuierliche medizinische Forschung sind solche Fortschritte möglich. Dazu trägt auch der im Jahre 2010 an den Standorten Gießen, Dresden und Heidelberg bewilligte SFB Transregio 79 zur Entwicklung von neuen Knochenersatzstoffen und Implantatwerkstoffen bei.

Wir hoffen sehr, dass der Myeloma Workshop in Heidelberg Sie umfassend über aktuelle Forschungsergebnisse und die Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung des Multiplen Myeloms informieren und langfristig daran mitwirken kann, die Therapieerfolge bei Myelompatienten zu verbessern.

Priv.-Doz. Dr. Kai Neben und Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt


 


 

Stand dieser Publikation: 20.06.2011
 

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